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Kampanien

Kampanien
Die Re­gi­on Kam­pa­ni­en mit 41.129 Hektar Reb­fl­äche mit der Haupt­stadt Nea­pel ist ei­nes der ältest­en Wein­bau-Ge­bie­te Ita­li­ens. Sie liegt tief im Süden entlang der thyr­rhe­ni­schen Küste. ­Schon 1.000 v. Chr. gründeten hier und im be­nach­bar­ten Ka­la­bri­en grie­chi­sche Sied­ler Ko­lo­ni­en und nann­ten das Ge­biet Oi­no­tria. Sp­äter per­fek­tio­nier­ten die Römer hier den Wein­bau und nann­ten das Ge­biet „Ca­mp­ania Fe­lix“ (glücklich­es Land), weil hier der Wein auf Grund des Vul­kan- und Schwemm­land­bo­dens und der reich­li­chen Son­ne bes­tens gedeiht. Kam­pa­ni­en wur­de berühmt für sei­nen Wein und die bes­ten der an­ti­ken Wei­ne des Römisc­hen Rei­ches wie zum Bei­spiel Cae­cu­ber, Fa­ler­ner und Sur­ren­ti­ner stamm­ten von den Häng­en des Ve­suvs, von Sor­rent und den In­seln Ca­pri und Is­chia. Die römisc­hen Dich­ter bzw. Au­to­ren Ho­raz, Pli­ni­us und Ver­gil schwärmt­en von die­sen Wei­nen. Die im Jah­re 79 v. Chr. durch den Ve­suv-Aus­bruch zer­störte Stadt Pom­pej ent­wi­ckel­te sich zum Wein­han­dels-Zen­trum und war Haupt­lie­fe­r­ant von Rom. Noch im 16. Jahr­hun­dert wur­den in der Wein-Chro­nik des San­te La­ce­ri­no die Wei­ne aus dem da­ma­li­gen Königre­ich Nea­pel als bes­te Ita­li­ens be­schrie­ben. Mit dem Sturz des „Königr­eic­hes bei­der Si­zi­li­en“ im Jah­re 1860 be­gann dann ein Nie­der­gang, der nun lang­sam wie­der auf­ge­holt wird. Das me­di­ter­ra­ne Kli­ma mit dem Ein­fluss des na­hen Mee­res und die schützend­en Ber­ge bie­ten ei­ne idea­le Ba­sis für Weinbau, zum gr­ößten Teil wer­den Rot­wei­ne pro­du­ziert. Be­son­ders die ro­te Sor­te Ag­lia­ni­co lie­fert (be­son­ders bei Avel­li­no) körpe­rre­iche, farb­in­ten­si­ve und aro­ma­ti­sche Rot­wei­ne. Dar­aus wird der ein­zi­ge kam­pa­ni­sche DOCG-Wein Tau­ra­si ge­kel­tert. Wei­te­re wich­ti­ge und sehr al­te Sor­ten sind As­pri­nio, Bi­an­co­lel­la, Co­da di Vol­pe, Fa­lan­ghi­na, Fia­no, Fo­ras­te­ra, Gre­co und Pie­di­ros­so. Von der Wein-Ge­samt­pro­duk­ti­on ent­fal­len nur drei Pro­zent auf DOC-Wei­ne. Da­von stammt über die Hälfte aus dem berühmten Fa­mi­li­en­be­trieb Ma­strober­ar­di­no.
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